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Mensch vernetzt in die Zukunft

Management Die Trinamo ist einer der grössten Anbieter im Bereich Arbeit und Integration im Kanton Aargau. Reto Schaffer erzählt, wie Menschen, nachhaltig in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft integriert werden können, heute wie auch in Zukunft. Denn die weltweite demografische Entwicklung sowie die Industrie 4.0 fordern eine neue Form des Zusammenlebens, auf welche die Trinamo AG mit dem Projekt One11 antworten möchte. 

SMA

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Können Sie uns kurz erklären, was der Zweck der Trinamo AG ist?
Die Trinamo AG ist eine Unternehmung, welche sich dafür einsetzt, Menschen nachhaltig in den Arbeitsmarkt und die Gesellschaft zu (re-)integrieren. TeilnehmerInnen aus verschiedenen Zuweisungsgruppen werden in Trinamo-internen oder externen Betrieben eingesetzt und begleitet. Dies können beispielsweise psychisch beeinträchtigte Personen, Erwerbslose, IV-Bezüger, Asylsuchende oder andere TeilnehmerInnen sein. Unser übergeordnetes Ziel ist es, sie erfolgreich zurück in den ersten, respektive normalen Arbeitsmarkt zu begleiten.

Durch welche heutigen oder in Zukunft zu erwartenden Trends wird der Tätigkeitsbereich der Trinamo AG beeinflusst?
Analog jeder profitorientierten Unternehmung, welche ausschliesslich im 1. Arbeitsmarkt tätig ist, werden wir von diversen Umweltfaktoren beeinflusst. Eins der brisanten Themen ist die demografische Entwicklung (Überalterung) und der damit verbundene Druck auf die ersten zwei Säulen der Altersvorsorge. Des Weiteren fordert die Industrie 4.0 mit der damit einhergehenden Digitalisierung eine neue, schnellere und virtuellere Organisation und Steuerung der Unternehmungen. Durch den Einzug der vierten industriellen Revolution verändern sich die Arbeitsbedingungen und neue, flexiblere Modelle werden gefordert sein. Um auf diese Trends antworten zu können, arbeiten wir aktuell an der Projektidee One11.

Was bezweckt das Projekt One11?
Das Ziel von One11 ist es, einen Gesellschaftstrend auszulösen, welcher Menschen aus allen Altersklassen, Bevölkerungsschichten und geografischen Regionen in einem «globalen Dorf» zusammenbringt. Mit Hilfe eines Apps sollen die Themen Wohnen, Arbeiten und Gesellschaft vernetzt und für jeden, unabhängig von seiner finanziellen Lage, körperlichen oder psychischen Verfassung, einfach zugänglich gemacht werden. Diese Trend-Gemeinschaft teilt, hilft und tauscht bestehende Ressourcen, ohne Ausgrenzungen zu schaffen. Geografisch in der jeweiligen One11-Region verteilt und über das App vernetzt – eine neue, moderne Nachbarschaftshilfe also. Leistungen können getauscht, mit Geld oder Zeit beglichen werden. Dieses innovative Modell der Zeitvorsorge wird nicht nur mehr Menschen Zugang zu Dienstleistungen verschaffen, sondern längerfristig auch die Staatskassen entlasten.

Reto Schaffer

Reto Schaffer
Geschäftsführer Trinamo
Bildquelle: ZVG

Wen möchten Sie mit diesem Projekt ansprechen?
Das Modell eignet sich für alle, unabhängig von Alter, Geschlecht oder Beruf. Speziell angesprochen werden Menschen, die kostengünstig wohnen, flexibel arbeiten und / oder unkomplizierte Nachbarschaftshilfe finden / anbieten möchten.

Wie ist diese Projektidee aufgebaut?
One11 wird es als Franchisesystem lanciert. Jede Region wird rund um ein Zentrum organisiert. Das Zentrum kann ein Hotel, Restaurant, Altersheim, Mehrfamilienhaus oder Ähnliches sein. 15 bis 20 Kilometer um dieses Zentrum wird ein Netzwerk an Anbietern und Nutzern aufgebaut, die gegenseitig voneinander profitieren können.

Wie funktioniert dieses App?
Ein persönliches Login ermöglicht es, einfach und unkompliziert Jobs, Wohnungen oder Dienstleistungen zu finden oder anzubieten. Das App ist eine Plattform, die Anbieter und Kunden in den Bereichen Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen vernetzt.

Wo stehen Sie aktuell im Projekt One11 und wie geht es weiter?
Im Moment gehen wir in die Testphase mit der ersten Software-Version. Diese ist in Rombach AG im Einsatz und verbindet ein Hotel mit 26 und ein Mehrfamilienhaus mit 21 Zimmern. Mit ersten Institutionen sind wir bereits in Kontakt getreten, um Kooperationen und allfällige Partnerschaften zu prüfen. Bis anhin haben wir sehr positive Rückmeldungen erhalten und werden in Bälde mit der Suche nach Interessenten, Investoren und potentiellen Franchisenehmern, die an diesem Projekt interessiert sein könnten, starten.

Das One11 Franchise Konzept beruht auf drei Säulen: Engagement, Einheitlichkeit und Qualitätsbewusstsein. Das schafft die nötige Kraft für den selbstständigen Partner und Erfolgschancen für den Investor.

DR. CHRISTOPH WILDHABER, RECHTSANWALT STREICHENBERG,
ZÜRICH, UND GESCHÄFTSFÜHRER DES SCHWEIZER FRANCHISE VERBAND

One11 ist ein innovatives Projekt. Es entwickelt die Sharing Economy zur Social Sharing Economy weiter und hilft so soziale Probleme zu lösen. Das trifft den Nerv der Zeit!

PROF. STEFAN M. ADAM, INSTITUTSLEITER HOCHSCHULE FÜR SOZIALE ARBEIT FHNW,
FORSCHUNGSSCHWERPUNKT «DIGITALISIERUNG IN DER SOZIALEN ARBEIT»

Investoren, die sich für dieses innovative Projekt interessieren:
www.One11.chone11_Logo copy-1