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Frauen den Wiedereinstieg erleichtern

Kompetenz Sind die Kinder etwas älter, stellt sich für viele Frauen die Frage, wie sie wieder in die Berufswelt einsteigen möchten. Das Problem: Während Ökonomen die Wichtigkeit der Wiedereinsteigerinnen für die Wirtschaft beteuern, stehen ebendiese Frauen vor vielen Hürden. Doch es gibt Unterstützung.

Miriam Dibsdale

Ihren Entscheid, für ihre zwei Kinder die Karriere zu pausieren, hat sie zu keiner Zeit bereut. Doch wie für viele andere Frauen auch kam für Lisa Moor (Name von der Redaktion geändert) irgendwann der Moment, an dem sie sich die Frage stellte: «Will ich wieder in meinen angestammten Job einsteigen?» Ihr älterer Sohn war zu diesem Zeitpunkt zwölf, der jüngere zehn Jahre alt. Moor hatte vor der Geburt ihrer Kinder als kaufmännische Angestellte gearbeitet – eine lange Zeit, in der sich vieles verändert hatte. Nicht zuletzt die Anforderungen im Job sowie die verwendete Technik.

 

Der Wiedereinstieg, das zeigen Erfahrungen von Fachstellen, erweist sich häufig als schwierig. Und das gilt nicht nur für Frauen, die mehrere Jahre nicht mehr im Job tätig waren. Oft ist es auch schwierig, bereits nach einer längeren Babypause wieder den Anschluss zu finden.

 

Hilfe von Fachleuten einholen

Je nachdem, wie lange man vom Berufsleben weg war lohnt es sich, grundsätzlich abzuklären, welche Möglichkeiten und Bedürfnisse man hat. Dafür eignet sich ein Besuch bei einem Berufsberatungsbüro. In Bern gibt es sogar eine spezialisierte Stelle: das Beratungsbüro «frau weiterbildung beruf» (fraw). Das Team berät Frauen der Region Bern in allen Belangen des Wiedereinstiegs und bietet selber verschiedene Vertiefungskurse an, die Frauen dabei helfen sollen, in den Arbeitsalltag einzusteigen.

 

Ganz generell kann ein Besuch bei der Berufs- oder Studienberatung nätzlich sein. Denn dort hat man eine Übersicht darüber, welche Kurse, Module, Seminare oder gar Nachdiplomstudiengänge geeignet sind. Denn auch die Bildungsstätten haben erkannt, wie wichtig Wiedereinsteigerinnen sind und bieten entsprechende Möglichkeiten. Auf ausbildung-weiterbildung.ch gibt es eine Übersicht. Zudem lohnt es sich, die Bildungsstätten der jeweiligen Region zu kontaktieren und sich über passende Angebote zu informieren.